Futterumstellung beim Hund: Schritt für Schritt in 7 Tagen

Ein neues Futter kommt am besten nicht von heute auf morgen in den Napf. Mit einem einfachen Plan über sieben Tage gewöhnst du deinen Hund schrittweise an das neue Futter. Hier steht, wie du vorgehst, wie du die Menge richtig berechnest und worauf du bei empfindlichen Hunden achtest.

Wann lohnt sich ein Futterwechsel?

Gründe gibt es viele. Dein Hund kommt in eine neue Lebensphase und braucht statt Adult-Futter ein Seniorenfutter. Er frisst sein bisheriges Futter nur noch widerwillig. Deine Tierärztin oder dein Tierarzt empfiehlt eine andere Rezeptur. Oder du möchtest auf eine andere Proteinquelle wechseln, zum Beispiel auf Insektenprotein.

Was auch immer der Anlass ist: Der Ablauf bleibt derselbe.

Warum schrittweise umstellen?

Der Verdauungstrakt deines Hundes ist auf das gewohnte Futter eingestellt. Neue Zutaten und eine andere Zusammensetzung brauchen ein paar Tage Gewöhnung. Mischst du das neue Futter langsam unter das alte, hat dein Hund diese Zeit, und du siehst früh, wie er das neue Futter annimmt.

Der Plan für sieben Tage

So empfiehlt es HEROSAN für den Wechsel auf entoVITAL. Das Beispiel rechnet mit einer Tagesmenge von 200 g.

Tage Neues Futter Altes Futter Beispiel bei 200 g
Tag 1 und 2 ein Viertel drei Viertel 50 g neu, 150 g alt
Tag 3 und 4 die Hälfte die Hälfte 100 g neu, 100 g alt
Tag 5 und 6 drei Viertel ein Viertel 150 g neu, 50 g alt
Ab Tag 7 alles nichts 200 g neu

Du ersetzt jeweils einen Teil der Ration, du gibst nichts dazu. Misch beide Futter im selben Napf gut durch, damit dein Hund das neue nicht aussortiert.

Vor dem Start: die Menge neu berechnen

Zwei Futter liefern selten gleich viel Energie pro Gramm. Übernimm deshalb nicht einfach die alte Grammzahl, sondern schau auf die Fütterungsempfehlung des neuen Futters. Bei entoVITAL steht sie auf der Packung und auf der Produktseite, abgestuft nach Gewicht und Aktivität.

HEROSAN unterscheidet drei Stufen:

  • Wenig aktiv: weniger als eine Stunde Bewegung pro Tag
  • Normal aktiv: eine bis drei Stunden pro Tag
  • Sehr aktiv: drei bis sechs Stunden intensive Arbeit pro Tag

Die Angaben sind Richtwerte. Der tatsächliche Bedarf hängt von Alter, Rasse, Verfassung und Haltung ab. Wiege die Portion in den ersten Wochen ab und behalte das Gewicht deines Hundes im Auge.

Checkliste für den Start

Bevor du am ersten Tag das Futter mischst, lohnt sich ein kurzer Blick auf diese Punkte:

  • Vom alten Futter ist noch genug für mindestens eine Woche da.
  • Du kennst die neue Tagesmenge aus der Fütterungsempfehlung.
  • Eine Küchenwaage steht bereit, damit die Viertel wirklich Viertel sind.
  • In den nächsten sieben Tagen steht nichts Aufregendes an, etwa eine Reise oder ein Umzug.
  • Du notierst kurz, wie dein Hund frisst und wie der Kot aussieht. So erkennst du Veränderungen sofort.

Zuerst probieren, dann den Sack kaufen

Ob dein Hund ein Futter mag, weisst du erst, wenn es im Napf liegt. Unsere Trockenfutter gibt es deshalb auch im Probierbeutel mit 125 g. Das reicht, um die Akzeptanz zu testen, bevor du dich für einen grossen Sack entscheidest.

Welches entoVITAL Trockenfutter passt?

Alle vier Sorten sind Alleinfuttermittel für ausgewachsene Hunde und enthalten Insekten (Hermetia illucens) als einzige tierische Proteinquelle. Sie unterscheiden sich in den Zutaten, im Energiegehalt und in der Grösse der Kroketten.

Sorte Mit Getreide Energie je 100 g Krokette
DOG ADULT Reis ja 328 kcal rund 1,3 cm
DOG SENSITIV Reis, Kartoffel, Buchweizen ja (Reis) 336 kcal rund 1,0 cm
DOG HYPOALLERGENIC Süsskartoffel, Amaranth nein 346 kcal rund 0,9 cm
DOG SENIOR Kartoffel nein 335 kcal rund 1,5 cm

Die Krokettengrösse lohnt einen Blick, wenn dein Hund sehr klein ist oder schlecht kaut. Die Kroketten von DOG SENIOR sind laut HEROSAN leicht kaubar und besonders luftig.

Nicht geeignet ist entoVITAL für Hunde, die auf Insektenprotein oder Krustentiere überempfindlich reagieren.

Trockenfutter und Nassfutter kombinieren

Du möchtest nicht nur die Sorte wechseln, sondern auch Nassfutter dazugeben? HEROSAN hat entoVITAL so berechnet, dass ein Hund mit einem Viertel Nassfutter und drei Vierteln Trockenfutter gut versorgt ist. Wichtig ist, dass du bei der einmal gewählten Aufteilung bleibst.

Für Hunde mit empfindlicher Verdauung empfiehlt HEROSAN, die beiden Futterarten zu trennen, zum Beispiel morgens Nassfutter und abends Trockenfutter. Bei sehr empfindlichen oder kranken Hunden rät HEROSAN von der Mischfütterung ab.

Zur Auswahl stehen das DOG SENSITIV Nassfutter und das DOG HYPOALLERGENIC Nassfutter, beide getreidefrei. Geöffnetes Nassfutter gehört in den Kühlschrank und sollte innerhalb von drei Tagen aufgebraucht sein.

Tipps für empfindliche Hunde

  • Teile die Tagesmenge auf mindestens zwei Mahlzeiten auf.
  • Stell immer frisches Trinkwasser bereit.
  • Gibst du Snacks, zieh sie von der Tagesration ab.
  • Lass während der Umstellung alles andere beim Alten: gleiche Fütterungszeiten, gleicher Napf, keine neuen Snacks.
  • Nimm dir mehr Zeit. Statt zwei Tagen pro Stufe dürfen es auch vier sein.

Die häufigsten Fehler

  • Zu schnell wechseln. Der alte Sack ist leer, der neue steht bereit. Plane den Wechsel, solange vom alten Futter noch genug für eine Woche da ist.
  • Die alte Menge übernehmen. Das neue Futter hat einen anderen Energiegehalt.
  • Mehreres gleichzeitig ändern. Neues Futter, neue Snacks und neue Kauartikel in derselben Woche: Wenn etwas nicht passt, weisst du nicht, woran es liegt.
  • Zu früh aufgeben. Schnuppert dein Hund am ersten Tag skeptisch, ist das noch kein Urteil. Bleib ein paar Tage auf der ersten Stufe.

Wenn es nicht rund läuft

Etwas weicherer Kot kann in den ersten Tagen vorkommen. Bleib dann einige Tage länger auf der aktuellen Stufe, bevor du den Anteil erhöhst. Bei starkem Durchfall, Erbrechen oder wenn dein Hund das Fressen verweigert, sprich mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt.

Hat dein Hund eine bekannte Allergie oder Unverträglichkeit, kläre den Futterwechsel vorher in der Tierarztpraxis ab.

Häufige Fragen zur Futterumstellung

Wie lange dauert eine Futterumstellung beim Hund?

Mit dem Plan von HEROSAN sieben Tage. Empfindliche Hunde dürfen länger brauchen: Bleib einfach ein paar Tage mehr auf einer Stufe.

Kann ich das Futter von einem Tag auf den anderen wechseln?

Besser nicht. Mit dem schrittweisen Wechsel hat der Verdauungstrakt Zeit, sich an das neue Futter zu gewöhnen.

Wie viel neues Futter gebe ich am ersten Tag?

Ein Viertel der Tagesmenge. Die restlichen drei Viertel bleiben das gewohnte Futter.

Muss ich die Futtermenge beim Wechsel anpassen?

Ja. Richte dich nach der Fütterungsempfehlung des neuen Futters und nicht nach der Grammzahl des alten.

Darf ich Trockenfutter und Nassfutter mischen?

Bei einem gesunden Hund ja. HEROSAN rechnet mit einem Viertel Nassfutter und drei Vierteln Trockenfutter. Bei empfindlichen Hunden gibst du die beiden besser in getrennten Mahlzeiten.

Gilt der Plan auch beim Wechsel von Nassfutter auf Trockenfutter?

Die Aufteilung in Viertel funktioniert genauso. Achte darauf, dass dein Hund genug trinkt, denn Trockenfutter enthält weniger Feuchtigkeit.

Wie teste ich, ob mein Hund das neue Futter mag?

Mit einem Probierbeutel. Die entoVITAL Trockenfutter gibt es in 125 g.